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So war unser... Konzert Musik ohne Grenzen

Beginn und Ort

16:05, Otzenhausen

Klassik international: Nachwuchstalente brillieren bei „Musik ohne Grenzen“

Ein mit 170 Gästen vollbesetztes Forum in der Europäischen Akademie Otzenhausen, begeisterte Zuhörer und Musik auf hohem Niveau: Das Konzert „Musik ohne Grenzen. Jugend trifft Klassik – In Erinnerung an Arno Krause“ am 31. Mai 2026 verwandelte sich in ein Feuerwerk. Neun Ausnahmetalente aus Frankreich, Luxemburg und dem Saarland bewiesen eindrucksvoll, dass wahres Talent weder Alters- noch Ländergrenzen kennt. Alle Mitwirkenden eint ein großer Erfolg – sie sind Preisträger von „Jugend musiziert“ bzw. luxemburgischen und französischen Wettbewerben. 

Aus saarländischer Sicht kamen in diesem Jahr besonders die jungen Talente zum Zug, denen das Programm bewusst viel Raum schenkte. Einen ersten Glanzpunkt setzte der 13-jährige Pianist Jonas Schwinn aus Saarbrücken, der Schumanns „Abegg-Variationen“ mit großer Leidenschaft vortrug. Einen Grund zum Freuen hatte es für ihn bereits kurz vorher gegeben: Nach Siegen auf Landesebene war ihm erstmals ein herausragender zweiter Platz beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in München gelungen. Jonas besucht ein Gymnasium in Saarbrücken und sammelte bereits bei Meisterkursen in Wien und Salzburg wertvolle Impulse.

Ebenso glanzvoll präsentierte sich das saarländische Cellotrio mit Milena List (10), Frida Politova (11) und Milena Stumm (12). Früh haben sie das Zusammenspiel begonnen und harmonieren nun schon seit über drei Jahren miteinander. Ausgebildet werden sie derzeit - neben der Schule - an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken. Sie überzeugten mit Werken von Haydn, Dotzauer und Hofmann.

Auch die internationalen Musiker bereicherten das facettenreiche Programm. Aus Luxemburg begeisterte der Geiger Antoine Goujet (Jahrgang 2015) mit Stücken von Viotti und Händel und wurde beim luxemburgischen Musikwettbewerb als bester Solist in der Kategorie Violine geehrt. Ebenfalls aus dem Nachbarland überzeugte der Trompeter Mathys Bauvin (Jahrgang 2013). Er stammt aus einer Musikerfamilie und gewann jüngst u.a. den Paul-Scholer-Preis als bester nationaler Solist.

Aus Frankreich reiste die Cellistin Nora Cromer an, die neben der Schule am Konservatorium Straßburg ausgebildet wird. Sie brillierte mit Fauré und brachte eine einstimmige Jury-Auszeichnung des Wettbewerbs in Épinal mit. Der 18-jährige Pianist Georges Rodermann aus Nancy bewies mit Chopin und Debussy sein Können. Der gebürtige Venezolaner Ricardo Pereda sorgte schließlich auf der Tuba mit einem Konzert von Lebedev und südamerikanischen Klängen von Camacaro für Begeisterung.

 

Eine Kulturgemeinschaft im höchsten Sinne

Schon am Anfang sprang der Funke sofort über – ein schöner Erfolg für die Förderung des Musik-Nachwuchsförderung im Saarland und in der Großregion!

Die tiefe Bedeutung dieses Treffens brachte Paul Scholer, Ehrendirektor der Musikschule der Union Grand-Duc Adolphe aus Luxemburg (UGDA), in seinen Schlussworten auf den Punkt. Er sprach für alle Partner gemeinsam und erinnerte an Robert Schuman, wonach Europa vor jeder wirtschaftlichen Einheit eine Kulturgemeinschaft im höchsten Sinne sein muss. Genau das werde hier gelebt: „Es sind die jungen Menschen, die das Europa von morgen sein und gestalten werden“, betonte Scholer. Daher sei es entscheidend, Begegnungen zu ermöglichen und den europäischen Aufbau gemeinsam fortzusetzen. Denn: „Musik kennt keine Grenzen, sie ist eine universelle Sprache des Friedens.“